Die Wahlen stehen vor der Tür und das Säbelrasseln der Parteien hat begonnen, bei einigen allerdings im Blindflug. So äußerte sich z.B. gestern der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering in einem BILD-Interview zu verschiedenen Themen (große Koalition, Steuerhinterziehung, Wirtschaftskrise, etc.). Die Anwort folgte umgehend durch CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla, welcher sich anhört, als hätte er das besagte BILD-Interview über drei Ecken erzählt bekommen.
Da wäre zum Beispiel die Aussage von Franz Müntefering, er wünscht sich, Gerhard Schröder wäre noch Kanzler, da er für das gekämpft hat, an was er geglaubt hat. [Sinngemäß]
Dies wurde von Hrn. Pofalla (natürlich wahlkampftauglich) gekontert:
“Klar ist jetzt auch: Müntefering will wieder die 5 Mio. Arbeitslosen aus der Schröder-Zeit zurückhaben. Und Müntefering will wieder zurück zum ungehemmten Schuldenwachstum unter Rot-Grün.”
Schon klar..
Auch interessant ist folgender Kommentar von Hrn. Pofalla:
“Beim Thema Bekämpfung der Steuerhinterziehung sind die Einlassungen von Müntefering schlicht falsch. Es gibt bis jetzt keine feste Absprache oder Vereinbarung in der Koalition.”
Dies bezieht sich auf Franz Münteferings folgendes Statement:
“In den vergangenen Wochen ist der Ton schriller geworden, weil Frau Merkel Absprachen nicht einhalten kann oder will. – wie zuletzt bei der Reform der Arbeitsvermittlung und jetzt wieder bei den Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung, die eigentlich heute im Kabinett beschlossen werden sollten. So geht das nicht, Frau Merkel. Was man International fordert, muss man auch national umsetzen.”
Was auch immer das für Absprachen waren, worauf die beiden sich beziehen, interessant ist hierbei der letzte Satz von Hrn. Müntefering:
“Was man International fordert, muss man auch national umsetzen.”
Hier geht es wohl um das Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Liechtensteins Regierungschef Otmar Hasler. RP-Online beschreibt die Sache so:
Ich denke, dem ist nichts hinzu zu fügen.
Zum Abschluß fehlt natürlich noch das Thema Wirtschaftskrise, welche Hr. Pofalla folgendermaßen kommentiert:
“Die täglichen Angriffe der SPD zeigen nur eins: Die SPD will jetzt den Wahlkampf ohne Rücksicht auf die Sorgen der Menschen, die in der Krise um ihren Arbeitsplatz bangen. …”
Bei der Hrn. Müntefering hörte sich das Ganze so an:
“„Jeden oder keinen“ ist jedenfalls falsch. Wir wollen so viel wie möglich unserer Industriearbeitsplätze retten, denn die sind Grundlage für den Wohlstand unseres Landes.”
Dazu kann man eigentlich nur sagen, daß uns interessante Wochen bevorstehen. Die Schlammschlacht Der Wahlkampf ist somit offiziell eröffnet und wir dürfen gespannt sein, welche Partei als nächstes blind durch die Medien stolpert. Ich tippe jetzt einfach mal auf die SPD, da diese zu einer Reaktion gezwungen ist.
Fazit: Uns steht eine heitere Zeit der Wortspiele und rhetorischer Verdreher bevor. Mögen die Spiele beginnen..


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