Es gehen derzeit Gerüchte um, daß Google am Kauf von Valve inklusive ihrer Steam-Plattform interessiert ist. Beide Seiten verweigerten bisher jede Stellungnahme, jedoch geht Rob Enderle, ein Analytiker der Enderle Group, davon aus, daß Google damit die Stellung von Chrome stärken will und gleichzeitig an einer weiteren Front zum Angriff auf Microsoft bläst (siehe Technewsworld-Bericht).
Ob das jetzt gut oder schlecht ist, muss wohl jeder für sich entscheiden, jedoch sehe ich es als Schritt in die richtige Richtung an. Valve hat damit einen Goldesel im Rücken und durch Google könnte das Verkaufsmodell von Steam größeren Anklang finden. EA hat mit Spore deutlich gemacht, daß dies wirklich nötig ist. Spore’s DRM sieht eine begrenzte Anzahl an Installationen des Spiels vor, bevor man sich an den Kundenservice wenden muss
. Der Zähler wird zwar bei der Deinstallation wieder zurückgesetzt, aber was passiert zum Beispiel im Falle eines Plattencrash?
Steam ist in dieser Hinsicht weit voraus und bietet gleichzeitig noch weitere Vorteile. Es gibt keinerlei Begrenzung für die Anzahl der Installationen. Zudem kann ausgesucht werden, welches Spiel auf dem jeweiligen Rechner installiert wird (z.B. alle auf dem Dektop-PC und ältere oder nicht so Hardware-gierige auf dem Laptop).
Da die Spiele heruntergeladen werden, muss man sich keine Sorgen um verlorene oder zerkratzte DVDs machen und das lästige einlegen der jeweiligen DVD entfällt somit auch.
Ein wirklich wirksames DRM gibt es nicht. Was bei konventionellem DRM das Cracken ist, ist beim Steam-Modell das Account-Sharing. Legt man nun alle Vor- und Nachteile auf die Waage, so stellt (zumindest in meinen Augen) das Steam-Modell die Zukunft dar.
Wenn Google nun in den Spielemarkt einsteigen will und dafür Steam als Plattform ausgewählt hat, dann liege ich wohl mit meiner Ansicht der Dinge nicht so weit daneben
und wenn Valve durch die Finanzspritze weiterhin gute oder vielleicht sogar noch bessere Spiele zusammen zimmert, kann mir das nur Recht sein
.
In Zeiten immer schnellerer Internetverbindungen bietet sich das downloaden von Spielen geradezu an. Kein langes anstehen an der Kasse oder ewiges warten auf den Postboten. Noch hält sich dieser Vorteil in Grenzen, da schnelles DSL leider noch nicht überall verfügbar ist, aber in Zukunft wird kein Weg daran vorbei führen. Ob das Ganze dann weiterhin über Steam läuft oder in Chrome integriert wird, ist mir dabei relativ egal.
Also heisst es nun abwarten, ob sich die Gerüchte bestätigen.


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